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Circa 5 Millionen Menschen leiden in Deutschland unter atopischer Dermatitis. Die auch als Neurodermitis oder atopisches Ekzem bekannte chronisch entzündliche, mit starkem Juckreiz einhergehende Hautveränderung zählt weltweit zu den häufigsten Hauterkrankungen. Wir erklären Ihnen, wie Sie Neurodermitis erkennen und wie Sie mit Hilfe einer guten Hautpflege und einer Vermeidung von Reizstoffen die leidigen Schübe vorbeugen können.

Was ist Neurodermitis?

Die atopische Dermatitis oder Neurodermitis ist ein juckender Hautausschlag, der meist bereits ab dem frühen Kindesalter beginnt und sich auf den Extremitäten, insbesondere an den Beugeseiten, und im Nackenbereich sowie auf Händen und der Kopfhaut ausbreitet.

Welche Ursachen hat Neurodermitis?

  • Genetik: Die Wahrscheinlichkeit der Weitervererbung liegt bei circa 70 %. Bei 60 % der Patienten tritt die Erkrankung bereits in den ersten fünf Lebensjahren auf.
  • Ungleichgewicht der Hautflora: Der Mangel an bestimmten Eiweißen durch eine Veränderung des FLG Gens führt zu einem fehlerhaften Aufbau der schützenden Hornschicht, weshalb die Haut schneller austrocknet.
  • Fehlende Schutzschicht: Durch die Unterbrechung der Hautbarriere gelangen Reizstoffe, Allergene und Keime schneller in den Organismus.

Die häufigsten Auslöser der schmerzhaft juckenden Schübe:

  • Mechanische Hautirritation: Austrocknungsgefahr durch übermäßiges Waschen und Kratzen
  • Irritierende Stoffe: zu enge, reibende Stoffe auf der Haut oder der Kontakt mit Reinigungsmitteln und Kosmetika
  • Umwelteinflüsse: klimatische Faktoren (extreme Kälte und Trockenheit) oder Umweltgifte (Abgase und Tabakrauch)
  • Allergene: Verzehr von Kuhmilchprodukten, Weizen oder Soja
  • Psychische Belastung und Stress

Wie erkennen Sie ein atopisches Ekzem?

  • Stark juckende, gerötete, extrem trockene Stellen
  • Flächendeckende Verdickung und Vergröberung der Haut
  • Pusteln und Knötchen

Sollten Sie entsprechende Stellen an Ihrem Körper bemerken, vereinbaren Sie umgehend einen Beratungstermin in unserer Praxis.

Wie Sie mit einer guten Hautpflege den Zustand Ihrer von Neurodermitis befallenen Haut verbessern können…

Leiden Sie unter extrem trockener Haut, sollten Sie rückfettende oder feuchtigkeitsbindende Salben verwenden, die Sie am besten direkt nach dem Waschen auftragen, ohne die Haut vorher abzutrocknen. Für schwere, hartnäckige Ekzeme gibt es spezielle Salben mit einem sehr hohen Fettgehalt, zu denen wir Sie gern in unserer Praxis beraten.

Die optimale Hautreinigung bei Neurodermitis

Gewöhnliche Seifen und Duschgele trocknen Ihre Haut zusätzlich aus, weshalb Sie besser pH-neutrale oder leicht saure medizinische Seifen verwenden sollten. Vermeiden Sie zu heißes Baden oder Duschen und zu starkes Abtrocknen.

Vereinbaren Sie jetzt einen Beratungstermin in der Dermatologie Tempelhof, damit wir die optimale Lösung zur Behandlung Ihrer Neurodermitis finden.