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Mit der Photodynamischen Therapie wurde eine sehr schnelle und effektive Behandlung entwickelt, um oberflächliche Hauttumore oder deren Vorstufen sanft zu entfernen. Man kennt die Behandlung bereits seit vielen Jahren durch den Einsatz von Infrarotlicht. Inzwischen wurde die Photodynamische Therapie jedoch weiterentwickelt, sodass nun vor allem Tageslicht zur Behandlung von hellem Hautkrebs eingesetzt wird. Die neue Form der Behandlung ist nicht nur schneller als die Infrarottherapie, sondern auch deutlich schmerzarmer für den Patienten. Weißer Hautkrebs entsteht durch schädliche UV-Strahlung, die in der Haut die Bildung von aktinischen Keratosen fördert. Je mehr Schäden am Erbgut durch die UV-Strahlung entstehen, desto höher ist auch das Risiko, dass sich schädliche oder bösartige Zellen entwickeln. Wenn diese Zellen in die tieferen Hautschichten eindringen, entsteht heller Hautkrebs.

Wie kann die Photodynamische Therapie gegen Hautkrebs helfen?

Bei der Photodynamischen Therapie (PDT) richtet sich die Behandlung effektiv gegen die kranken Hautzellen im Gewebe. Grundbestandteil der Photodynamischen Therapie ist eine spezielle Creme, die auf das betroffene Hautareal aufgetragen wird. Der enthaltene Wirkstoff ermöglicht die Bildung eines hochwirksamen Stoffes namens Protoporphyrin IX, welcher im Zusammenspiel mit Licht die Bildung von wirksamem Sauerstoff in der Haut ermöglicht. Dadurch werden die krankhaft veränderten Zellen innerhalb kürzester Zeit abgetötet. Das umliegende, gesunde Gewebe bleibt der Haut Behandlung jedoch weitestgehend unangetastet.

Wie läuft die Photodynamische Therapie ab?

Zunächst trägt man bei der Photodynamischen Therapie einen künstlichen Sonnenschutz auf die Haut auf. Im Anschluss wird das betroffene Hautareal mit einem sogenannten Photosensibilisator und der Methylaminolevulinat-Creme benetzt. Die Kombination der beiden Substanzen sorgt dafür, dass die sehr aktiven Tumorzellen empfindlicher für den Einfluss von Licht werden. Nun setzt man die betroffene Hautstelle entweder intensivem Infrarotlicht oder dem Tageslicht aus, sodass die Zellen absterben. Während die Behandlung mit Infrarot-Licht rund fünf Stunden dauert und für den Patienten schmerzhaft sein kann, ist die Photodynamische Therapie mit Tageslicht deutlich einfacher. Unmittelbar nach dem Auftragen der Salben muss der zu behandelnde Patient lediglich für zwei Stunden ins Sonnenlicht gehen. Die Ergebnisse der PDT Therapie sind dabei ebenso erfolgreich wie die Behandlung mit Infrarotlicht. Allerdings kommt eine Behandlung mit der Photodynamischen Therapie in Deutschland nur in den Monaten zwischen März und Oktober in Frage, da in den kühlen Wintermonaten die UV-Strahlung durch die Sonne nicht ausreicht.

Sie haben Fragen zur Photodynamische Therapie? Wenden Sie sich für eine umfangreiche Beratung einfach an das Team der Dermatologie Tempelhof.